Stellungnahme von unserem Stadtrat Lukas Oßwald

23. Januar 2011  Positionen

Auf die herablassende Berichterstattung über BGL-Beschäftigte der Stadt Lahr sowohl in der Badischen Zeitung vom 21.01.2011 mit dem Titel “Baumfäller beschädigen Krötenzaun” als auch in der Lahrer Zeitung vom 22.01.2011 unter der Überschrift “Ein Mindestmaß an Sensibilität” reagiert Lukas Oßwald mit einer Stellungnahme.

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Wo bleibt die Sensibilität gegenüber den Forstarbeitern?

Im Herbst 2011 wurde eine Hiebsmaßnahme entlang der Straße, die zum Langenhard führt, geplant. Grund hierfür war vor allem die Sicherung des Verkehrs. Wegen des Krötenzauns wurde sogleich der Vorsitzende des Nabu, Herr Baum, kontaktiert und eine Kosten – Nutzen – Abwägung vorgenommen. Dabei war schnell klar, dass es den Steuerzahler sehr viel mehr kosten würde, den Krötenzaum komplett auszugraben und wieder einzubuddeln als überschaubar auftretende Schäden zu beheben. Diese Schäden sind bei einem Hiebsvolumen von 500 Fm mittelstarkem Holz unvermeidbar. Bei einer guten Hiebsvorbereitung und vor allem aber bei einer guten Hiebsdurchführung auf hervorragendem forstfachlichem Niveau jedoch vergleichsweise gering. Nur dem erfahrenen Spitzenpersonal der BGL, die in hervorragender Teamarbeit mit dem Forstmaschinenführer jeden Baum entlang des Krötenzauns seilunterstützt präzise gefällt haben, ist es zu verdanken, dass es bei den verhältnismäßig geringen Schäden geblieben ist.  Dabei ist das berufliche Risiko des Forstarbeiters, durch einen Unfall zu verunglücken statistisch gesehen gleich hoch wie bei einem Hochseilartisten. Für ihre Arbeit am Langenhard hätten die Forstwirte Anerkennung verdient.
Dann jedoch müssen die Arbeiter in der Zeitung lesen, dass ihnen mangelnde Sensibilität vorgeworfen wird und sie einfach zu den Schuldigen von unvermeidbaren Schäden am Krötenzaun abgestempelt werden. „Mindestmaß an Sensibilität“ oder „für ihn seien die Forstarbeiter die Schuldigen“, war in der Lahrer Presse zu lesen. Dass man Urteile über Dinge öffentlich macht, über die man sich im Vorfeld offensichtlich nicht ausreichend informiert hat und dabei diejenigen zu den Sündenböcken macht, die täglich bei ihrer Arbeit buchstäblich ihren Kopf hinhalten, ist unwürdig. Die Richtigstellung dieser Berichterstattung und eine Entschuldigung von den Verursachern bei den betroffenen Personen wäre eine angemessene Geste. Sonst brauchen sie sich nicht zu wundern, dass das Ansehen der Politik immer weiter sinkt. Ist es doch erklärtes Ziel des Stadtrates und der Stadtverwaltung, die Wahlbeteiligung nicht noch weiter in den Keller rutschen zu lassen.


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